Galoppderby

Ja — jetzt also auch dass Galoppderby!

Jetzt wird den Kaffeeröstern ihr schönes Spielzeug weggenommen…. Oder Sie müssen ihre Freizeitgestaltung gar selbst bezahlen (komplett).

Aber sie können sich schluchzend in die Arme der Opernliebhaber werfen. Denn die sind zur Zeit die einzig Glücklichen die in der Millionensuppe der Steuergelder ausgiebig schwimmen können. Hier wird noch richtig geprasst – aus Verschwendungssucht, Unvermögen (auf allen Seiten?), oder weil man ja nicht mit dem eigenen Geld agiert – das muss im nachhinein entschieden werden (hinterher ist man ja immer schlauer).

Wichtig ist nur: Weiter so!

Nur nicht von den kleinen Stimmen der Zahlemännern und –frauen beeindrucken lassen. Die werden die Suppe schon auslöffeln -gezwungener maßen.

Natürlich wird der Kulturkasten an der Elbe ein Publikumsmagnet (hoffentlich kann er das Derby als Magnet ersetzen).

Ein Kassenschlager (Verzeihung ein Klassenkonzert bzw. eine Klassenoper …äh Seifenoper?) wird er alle mal. Aus welcher Blickrichtung betrachtet ist mir aber noch nicht so ganz klar: Bringt er der hamburger Wirtschaft und damit der Stadtkasse wirklich so viel ein, oder wird es eher ein Subventionsgrab. Wie bei den meisten anderen Theatern wird auch hier jeder Sitzplatz bezuschusst werden (müssen). Aber wir haben dann in Hamburg zumindest noch ein Kulturfeuer für die “Hai Soseieti”, die wahrscheinlich weniger wegen der Musik sonder eher wg. des gesehen werdens zum (Musik-)Tempel pilgert. Ein Hörgenuss soll durch die schlechte Akustik ja auch nicht möglich sein – so „die Experten“. So bleibt zumindest der rote Teppich als Flaniermeile.
Natürlich soll es auch noch richtige Musikliebhaber geben….

Dieses letzte Leuchtfeuer wird bereits jetzt an den anderen verglimmenden Feuern der Museen, Theatern und Kunsthallen entzündet denen man den sta(a/t)tlichen Tropf zugedreht hat.

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