Die kranken Kassen (und) das Füllhorn

Jetzt ist es geschafft! Der Berg kreißte und gebar uns ein Reförmchen.

Es ist wieder nicht geschafft worden die Krankheitskosen (von Gesund kann ja auch keine Rede sein) in den Griff der Politik zu bekommen. Viel zu fest halten sich die Ärzte, Krankenhausbetreiber und vor allem die Pharmaindustrie an dem Füllhorn fest. Die Lobbyisten haben mal wieder ganze Arbeit geleistet. Wenn die verprovisioniert währen wie die Banker würden die vor lachen über ihren Kontostand nicht in den Schlaf kommen.

Ausbaden müssen es mal wieder die Arbeitnehmer (und die wenigen Selbständigen) die in der gesetzlichen Krankenversicherung untergebracht sind. Diese Versicherten werden seit Jahren gemolken. Sie sollen immer mehr zahlen und bekommen immer weniger Leistung. Dafür müssen sie sogar noch für die Ständevereinigung (KV) der Ärzte aufkommen – als wenn die das nicht eigentlich selber bezahlen müssten (so sie es wirklich wollten). Warum können nicht die Krankenkassen direkt mit den Ärzten abrechnen – die privaten schaffen es doch auch?

Jetzt werden also die gerade vor einem Jahr gesenkten Krankenkassenbeiträge wieder auf das alte Maß zurückgeschraubt. Auch der Arbeitgeberbeitrag steigt (zur Beruhigung der Bevölkerungsmehrheit – also der Arbeitnehmer) ein bischen. Gleichzeitig wird deren Beitrag für die Zukunft festgeschrieben. Jetzt kann nur noch der Arbeitnehmerbeitrag oder der Zusatzbeitrag (auch von den Arbeitnehmern zu berappen) bald ohne Grenzen steigen. Noch gibt es zwar die Grenze von 2% des Bruttoeinkommens, aber auch die wird, genau wie die letzte Obergrenze von 1%, schnell fallen.
Die Krankenversicherung  wird jetzt also erst recht ein Selbstbedienungsladen. Man kann von den Wünschen der Arbeitgeber halten was man will – in diesem Fall haben sie sich als Kostenbremse für beide Seiten (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) lange Jahre bewährt. Aber jetzt wo dieser Regulator aus seiner Verantwortung entlassen ist kann man die Kassen und dann die Mitglieder ordentlich schröpfen.

Der Krankheitsminister (darauf wird für die Versicherten – Bezahlen ohne Gegenwert – nämlich hinauslaufen) hat es wie die Minister vor ihm nicht geschafft die Kosten zu drosseln, sondern er dreht nur den Geldhahn für die oben genannten einnehmenden Herren und Firmen aus. Noch ein Kotau vor dem Klientel dieser Partei. Da möchte ich nicht die Höhe der Spenden wissen die das ermöglicht haben. Davon kann die kleine Riege bestimmt länger bezahlt werden. Oder ist alles in den fulminanten Wahlkampf geflossen, bei dem den späteren Wählern ein kleines Steuersenken für ein großes Steuererhöhen vorgemacht wurde. Die einzigen die das Senken der Steuer richtig verstanden haben waren die Großverdiener, Selbständigen und bestimmte Firmen und Konzerne (bestes Beispiel: Hoteliers).

Aber noch mal zurück zu unserem Gesundheitsminister: Auf dem Bild, das ihn heute im Abendblatt bei der Vorstellung zeigte, grinste er doch sehr verspannt. Mann könnte auch meinen statt verspannt zu lächeln zeigte er die Zähne um seinen Zwerg mütterlich zu beschützen. Oder aber die Zähne traten beim festbeißen an seinem Stuhl hervor. Diesen wollte er doch räumen wenn er seine ursprüngliche Idee der Kopfpauschale nicht durchbringen würde.

Wo ist den jetzt die Abdankung ?

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