Der Fall einer Bürgermeisterin

Jetzt hat die Kieler Bürgermeisterin also endlich die politische Reißleine gezogen. Aber mit was für einem Abgang!
Sie die den politische Stil reformieren wollte hat an ihrem Ende alle Register gezogen die sie eigentlich verändern wollte.
Sie hat dabei per se erst einmal alle Männer für ihr eigenes Missmanagement und ihr folgendes Scheitern verantwortlich gemacht. Nur sie selber schein kein Schuldgefühl zu haben.
Nach ihrer Ansicht sind ja alle Männer nur testosterongesteuert und wollten ihr nur Schlechtes. Es ist ja auch immer am einfachsten mit dem Finger auf andere zu zeigen um von sich selber abzulenken.

Dabei sollte sie sich mal ihre Karriere vor der Politik anschauen: Als Journalistin. Diese suchen auch immer nur nach der kleinsten Wunde eines Politikers um diese dann genüsslich aufzureißen. Sie müsste also den Umgang mit PolitikerInnen eigentlich aus eigener Anschauung kennen. Warum beschwert sie sich dann über den gleiche Umgang mit ihr selber? Wenn er dann so war. Anscheinend sind aber die meisten Artikel der Journaille eher human mit ihr umgegangen. Sie haben nur die Tatsachen (?) hervorgekramt und haben auf die sonst häufig üblichen persönlichen Attacken verzichtet. Da wollte wohl die eine Krähe der anderen kein Auge aushacken.
Wie schwer die internen Gespräche waren lässt sich von außen ja leider nicht sagen.
Natürlich schmerzt es wenn man aus der nächsten Umgebung kritisiert wird, vor allem wenn man (hoffentlich) weiß das die Kritiker recht haben. Hätte sie aber nicht so viele Handwerkliche Fehler in ihrer kurzen Amtszeit begangen und währe mit der Aufarbeitung ihrer Verschwendung unserer Steuergelder offensiver umgegangen hätte man sie auch nicht so angreifen können.

Hier hat sich wieder gezeigt, dass der Umgang mit fremden Geld (also unserem Steuergeld) häufig zu einem sehr lockeren Umgang damit führt – „es ist ja nicht meins“. Man kann leider die Politiker zu Schadenersatz verpflichten.
Außerdem hatte sie wohl die falschen Berater in diesem Fall, oder war beratungsresistent – also selbstherrlich genug in diesem Fall ohne Berater zu entscheiden die den Sachverhalt und die Gesetze besser kennen.
Ich hätte mir von einer Journalistin einen besseren Abgang ohne verallgemeinerte Rundumschläge gewünscht.
Heute ist es ja anscheinend für einige Frauen am einfachsten immer die böse mauernden Männer für eigene Fehler vorzuschieben. Früher hatte man sich dafür besondere Volksgruppen vorgenommen. Und eigentlich hatte ich mir gewünscht das diese Zeiten nicht wiederkommen. Aber anscheinend wird immer wieder der einfachste Weg gewählt. Das ist jedenfalls nicht der schwere und oft steinige Weg der Selbsterkenntnis.

Selbstmitleid und Schuldzuweisungen sind ja  auch oft zu verlockend einfach.

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