Anschluss über Coaxial-Kabel

Durch die frühe Förderung des TV-Breitbandausbaus  sind bereits viele Haushalte mit einem Coaxial-Anschluss für die Übertragung von Fernsehsignalen ausgestattet. Da hier der teuerste Ausbau – die „letzte Maile“ bereits fertig ist, wollte man diese vorhandenen Anschlüsse nutzen um zusätzlich zu dem in eine Richtung „fließenden“ TV-Signale weitere Signale für den Internetzugriff zum Kunden zu bringen.

 

Für den HÜP 40 bei einem Coaxialanschluss wird ein Modem (DOCSYS-Standard) an den F-Stecker der Antennendose angeschlossen. Diesen Anschluss hat die Antennendose nur wenn das Netz internettauglich aufgebaut ist. Ein wichtiger Punkt ist dabei der „Rückweg“. Hier wird das Netz jetzt so aufgebaut, dass zum Beispiel Suchanfragen hochgeladen werden können. Dafür ist das „normale“ TV-Netz nicht ausgelegt, da die TV- oder Radio-Signale nur zum Verbraucher geführt werden müssen. Um zum Beispiel eine Web-Seite zu öffnen oder Telefonieren muss es auch einen Weg vom Verbraucher in Internet geben. Dafür müssen die Netze und besonders die Verstärker entsprechend aufgerüstet – oder bei einfacheren Geräten – getauscht werden.

 

Inzwischen gibt es auch Router (das sind die eierlegenden Wollmichsäue des Netzwerks – sie können viel Dinge gleichzeitig tun) die ein DOCSYS-Modem integriert haben. Dadurch wird eine Schnittstelle und ein zusätzliches Gerät eingespart.

Schematisch sieht der Anschluss eines DOCSYS-Routers wie folgt aus:

 

Hier kann man sehen, dass der Router eigentlich aus ganz vielen Geräten besteht. Der einfachheitshalber ist nur der Name des Routers geblieben. 

Wer mehr über den DOCSYS-Standard erfahren möchte kann bei DOXSYS Standard bei Wikipedia nachschauen. Zur Zeit steht der DOCSYS-Standard 3.1 mit einer Übertragungsrate von bis zu 10 GB/s in den Startlöchern.

Hier geht es weiter:
Coax-Anschluss
TTwisted-Pair-Anschluss
Glasfaser-Anschluss